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Darm
Folgende Beschwerdebilder bzw. Erkrankungen stellen eine Indikation für eine Ernährungstherapie dar:
Reizdarmsyndrom
Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine funktionelle Darmerkrankung, die sich durch wiederkehrende Bauchschmerzen, Blähungen und veränderte Stuhlgewohnheiten auszeichnen kann, ohne dass dabei strukturelle oder entzündliche Ursachen feststellbar sind. Betroffene erleben häufig eine starke Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität aufgrund der vielfältigen gastrointestinalen Symptome.
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind lang anhaltende, entzündliche Erkrankungen des Verdauungstrakts, zu denen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehören. Diese Erkrankungen führen zu Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall und Gewichtsverlust.
Darmteilresektionen
Als Darmteilresktion bezeichnet man die teilweise operative Entfernung eines Darmabschnittes unterschiedlicher Ursachen. Je nach Lokalisation und Ausmaß der Resektion kann dies zu Folgen wie Fettstuhl, Durchfall, Blähungen, Vitaminmangel und Gewichtsabnahme führen. Werden größere Darmabschnitte im Dünndarm entfernt spricht man von einem Kurzdarmyndrom. Hier kann ggf. auch eine Ernährung über die Vene (parenterale Ernährung) erforderlich sein.
Divertikulose
Die Divertikulose ist eine häufige Erkrankung des Dickdarms, bei der kleine Ausstülpungen (= Divertikel) in der Darmwand entstehen. In vielen Fällen verursacht sie keine Symptome, die Divertikeln können sich jedoch entzünden und daraufhin Symptome wie starke Koliken, Blähungen und Veränderungen des Stuhlgangs auslösen.
Bakterielle Überwucherung
Von einer bakteriellen Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO = small intestinal bacterial overgrowth) spricht man, wenn eine übermäßige Menge an Bakterien im Dünndarm vorhanden ist. Dies kann zu Verdauungsproblemen wie Blähungen, Bauchschmerzen und veränderte Stuhlgewohnheiten führen.
Zöliakie
Die Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, welcher ein Konsum von Gluten zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut führt. Gluten ist in den Getreidesorten Weizen, Roggen und Gerste enthalten. Häufig zeigen Betroffene Symptome wie ungewollter Gewichtsverlust, Krankheitsgefühlt, Durchfall und Bauchschmerzen.
Laktoseintoleranz
Die Laktoseintoleranz ist eine Verdauungsstörung, bei welcher der Körper Schwierigkeiten hat, den Milchzucker (Laktose) abzubauen, was zu unangenehmen gastrointestinalen Symptomen führen kann. Betroffene können nach dem Verzehr von milchhaltigen Produkten Bauchschmerzen, starke Blähungen und Durchfall erleben.
Fruktoseintoleranz
Die Fruktoseintoleranz ist eine Verdauungsstörung, bei welcher der Körper Schwierigkeiten hat, den Fruchtzucker (Fruktose) vollständig aufzunehmen, was zu unangenehmen gastrointestinalen Beschwerden führen kann. Betroffene können nach dem Verzehr von fruktosereichen Lebensmitteln wie Stein- und Kernobst oder Honig Bauchschmerzen, starke Blähungen und Durchfall erleben.
Histaminintoleranz
Die Histaminintoleranz ist eine Störung im Histaminhaushalts-Gleichgewicht. Histamin ist ein natürlich vorkommendes Gewebshormon im Körper. Kommt es jedoch zu einer Ansammlung von Histamin, kann dieser Überschuss Symptome wie Kopfschmerzen, Rötung der Haut, Durchfälle bis hin zu Herz-Rhythmus-Störungen auslösen.
IgE vermittelte Nahrungsmittelallergie bzw. Kreuzallergien
Eine Nahrungsmitelallergie ist eine Reaktion der körpereigenen Abwehr des Immunystems, auf bestimmte Bestandteile in der Nahrung und ist nicht zu verwechseln mit einer Nahrungsmittelintoleranz, bei welcher die körpereigene Abwehr keine Rolle spielt. Die Symptome können ganz unterschiedlich ausfallen und stark variieren. Sowohl Mundbereich, Magen-Darm Trakt, Haut als auch die Atemwege können davon betroffen sein.